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Axel Dürr, Pressesprecher

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Nr.: 28/11

Datum: 22.12.2011

Baden-Württemberger sind digitale Champions

LFK stellt Digitalisierungsbericht und wirtschaftliche Lage des Rundfunks vor


Stuttgart, 22.12. 2011. Baden-Württemberg ist in Deutschland Spitzenreiter bei den digitalen Satellitenhaushalten. Über 94 Prozent der Satellitennutzer haben bereits ein digitales Empfangsgerät. Damit liegt der Südwesten bei der Digitalisierung fast 8 Prozent über dem Durchschnitt der anderen Bundesländer. Bis zur Abschaltung des analogen Satelliten am 30.April 2012 müssen aber dennoch mehr als 100.000 Haushalte in Baden-Württemberg noch davon überzeugt werden, ihren Receiver auszutauschen . Das geht aus den regionalisierten Zahlen des
Digitalisierungsberichtes hervor, die die Landesanstalt für Kommunikation in Stuttgart im Rahmen ihrer Jahrespressekonferenz vorgestellt hat.

Kabel-Digitalisierung mit gebremstem Zuwachs

Auch bei den Haushalten, die das digitale Kabelangebot nutzen, liegt Baden-Württemberg mit knapp 45 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Aber nach wie vor wird das Breitbandkabel immer noch überwiegend analog mit seinem begrenzten Programmangebot genutzt, so die Zahlen des Digitalisierungsberichtes. „Die neuen Fernseher mit smarter Bedienung und digitalem Empfang bereits inklusive werden mittelfristig die Digitalisierungsquote auch im Kabel in
die Höhe treiben“, ist sich LFK-Präsident Thomas Langheinrich sicher.

Fernsehen über Internet-Anschluss, das sogenannte DSL-TV, spielt im Südwesten keine große Rolle und stagniert. Mit 2,3 Prozent der Haushalte, die über einen Internet-Anschluss auf ein Fernsehangebot zugreifen, liegt Baden-Württemberg unter dem bereits niedrigen Bundesdurchschnitt (3 Prozent).

Radios in Baden-Württemberg profitabel und mit herausragendem Kostendeckungsrad

Zuversichtlich stimmt die Entwicklung des lokalen und regionalen Radios in Baden-Württemberg. Nach den Zahlen zur wirtschaftlichen Lage mussten die Veranstalter zwar im Jahr 2010 einen Umsatzrückgang von 2 Prozent hinnehmen, konnten den Rückgang allerdings durch Kostenreduzierungen eindämmen und liegen mit 115 Prozent Kostendeckungsrad stabil in der Gewinnzone (Bundesdurchschnitt 113 Prozent).

Problemfall: Regionales Fernsehen

Nicht so gut sieht es allerdings beim regionalen Fernsehen in Baden-Württemberg aus. Hinter Bayern und Sachsen hat das Bundesland die dichteste Abdeckung an regionalen Fernsehangeboten. Die Sender im Südwesten haben allerdings im Durchschnitt mit einem Kostendeckungsrad von 96 Prozent die Gewinnzone noch nicht erreicht.

Zu schaffen machen den Veranstaltern unter anderem die Technik- und Verbreitungskosten, die aufgrund der schwierigen topografischen Lage in Baden-Württemberg vergleichsweise hoch sind. Dass regionales Fernsehen unverzichtbar für die Identität einer Region ist, hat gerade eine Studie der Hochschule der Medien in Stuttgart ermittelt. Den regionalen Sendern wurde in der Studie
„Vielfalt – Identität – Wertschöpfung - Public Value privater regionaler TV Veranstalter“ hohe Aktualität und Vielfalt bescheinigt. Grund genug für LFK-Präsident Thomas Langheinrich für eine verstärkte Unterstützung der privaten regionalen TV Sender zu werben. „Regionales Fernsehen bringt einen wichtigen gesellschaftlichen Mehrwert. Wir wollen allen Baden-Württembergern den
Zugang zum regionalen Fernsehen ermöglichen, deshalb benötigen die Sender auch in Zukunft eine nachhaltige Förderung.“