Nr.: 15/06
Datum: 17.05.2006
Digitales Antennenfernsehen in Baden-Württemberg gestartet
Stuttgart, 17. Mai 2006 - Mit dem Start des digitalen Antennenfernsehens löst DVB-T (Digital Video Broadcasting Terrestrial) in den Großräumen Stuttgart und Rhein-Neckar das bisherige analoge Antennenfernsehen ab. Grund für die Umstellung ist die deutschlandweite Modernisierung der Übertragungswege. Der weitere Ausbau von DVB-T soll schrittweise erfolgen und landesweit bis Ende 2008 abgeschlossen sein.
Durch die Umstellung von analogem auf digitales Antennenfernsehen können die Zuschauer in beiden Ballungsräumen künftig rund 11 statt bisher drei öffentlich-rechtliche Programme empfangen: Das Erste, ZDF, SÜDWEST Fernsehen, hessen fernsehen, Bayerisches Fernsehen, WDR Fernsehen, arte, Phoenix, EinsPlus sowie jeweils im zeitlichen Wechsel ZDFinfokanal/3sat und ZDFdokukanal/KI.KA. Zusätzlich wird der MHP-Datendienst ZDFdigitext verbreitet. Die privaten Programmanbieter beteiligen sich bislang nicht an der Umrüstung in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. "Über die Zukunft von DVB-T auch bei den privaten Veranstaltern ist das letzte Wort noch nicht gesprochen", sagte der Präsident der LFK Thomas Langheinrich. Die LFK wird dazu noch einmal das Gespräch mit den großen privaten Sendergruppen suchen.
Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) begrüßt den nun nach Satellit und Kabel auch in der Terrestrik erfolgten Einstieg in die digitale Verbreitung. Es können hier wesentlich mehr Programme bei geringeren Kosten übertragen werden. Ganz entscheidend für die LFK war bei DVB-T, dass damit analoge Frequenzen abgeschaltet werden können. Damit wird der Weg frei für neue digitale Übertragungswege wie DVB-H, die den Empfang von Rundfunkangeboten und Mediendiensten über Handy und andere mobile Geräte ermöglichen. "In diesem Bereich sind die Wachstumserwartungen riesengroß", so Langheinrich weiter.
