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Nr.: 03/06
Datum: 13.02.2006
Digitales Antennenfernsehen zur WM 2006 im Großraum Stuttgart, Rhein-Neckar und in Kaiserslautern
Stuttgart, 13. Februar 2006 - Das digitale Antennenfernsehen startet in Baden-Württemberg rechtzeitig vor der Fußballweltmeisterschaft. Noch im Mai löst DVB-T (Digital Video Broadcasting Terrestrial) in den Großräumen Stuttgart, Rhein-Neckar (Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg) und in Kaiserslautern das analoge Antennenfernsehen ab. Grund für die Umstellung ist die deutschlandweite Modernisierung der Übertragungswege.
Der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation, Thomas Langheinrich, betonte die gute Zusammenarbeit der Projektpartner in der gemeinsamen Lenkungsgruppe DVB-T Südwest: "Wir sind auf gutem Weg, alle technischen und rechtlichen Voraussetzungen bis zum WM-Start zu schaffen", sagte er am Montag in Stuttgart. ARD und ZDF wollen in den nächsten Wochen mit einem Informationsangebot sicherstellen, dass jeder Zuschauer weiß, ob und wie er von der Umstellung betroffen ist.
Durch die Umstellung von analogem auf digitales Antennenfernsehen können die Zuschauer in beiden Ballungsräumen künftig rund 11 statt bisher drei öffentlich-rechtliche Programme empfangen: Das Erste, ZDF, SÜDWEST Fernsehen, hr-fernsehen, Bayerisches Fernsehen, WDR Fernsehen, arte, Phoenix, EinsPlus sowie jeweils im zeitlichen Wechsel ZDFinfokanal/3sat und ZDFdokukanal/KI.KA. Zusätzlich wird der MHP-Datendienst ZDFdigitext verbreitet. Die privaten Programmanbieter beteiligen sich nicht an der Umrüstung in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
Der genaue Starttermin für den "Umstieg in den Startinseln" wird in Kürze feststehen. Danach erfolgt schrittweise der weitere Ausbau von DVB-T in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Bis Ende 2008 soll der Umstieg landesweit abgeschlossen sein.
"Wir wollen mit der Einführung von DVB-T sicherstellen, dass alle Zuschauer die öffentlich-rechtlichen Programme digital empfangen können, unabhängig vom technischen Vertriebsweg. Dies entspricht unserem rundfunkstaatlichen Auftrag. In Übereinstimmung mit unseren Projektpartnern sehen wir in der Umrüstung auf digitales Antennenfernsehen gleichzeitig einen Beitrag für die internationale Anschlussfähigkeit der beiden Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Unsere (Medien-)Zukunft wird digital sein.", so Manfred Königsberger, Leiter Programmverbreitung und Sendertechnik beim SWR.
"Der Umstieg auf digitalen Empfang auch bei der Terrestrik beschleunigt die Digitalisierung insgesamt und schafft so mehr Vielfalt durch mehr Programme und Anbieter. Wir erwarten hier eine große Dynamik, gerade auch im Bereich der mobilen Anwendungen", so Thomas Langheinrich, Präsident der LFK.
Eckhard Matzel, Leiter des Teams Programmverbreitung der Produktionsdirektion des ZDF, betonte den Nutzen der Digitalisierung für die Zuschauer: "Das digitale Antennenfernsehen liefert klare Mehrwerte für die Zuschauer. Das ZDF setzt mit seinem Angebot "ZDFmobil" ganz auf die örtlich unabhängige Fernsehnutzung. Das ZDF steht dafür mit seiner Programmleistung, die mit dem ZDF-Hauptprogramm, 3sat und KI.KA sowie den eigens digital empfangbaren Programmen ZDFinfokanal und ZDFdokukanal die Menschen überall und jederzeit mit einem bedarfsgerechten Qualitätsangebot erreicht."
Nach der erfolgreichen Einführung des digitalen Antennenfernsehens in Deutschland, die erstmalig Ende 2002 in Berlin-Brandenburg begann, können heute bereits über 60% der Bevölkerung DVB-T empfangen, führte Herbert Ternes, Vertriebsleiter der Business-Unit TV von T-Systems Media&Broadcast, aus.
Der Ausbau geht weiter! Bis Ende 2008 wollen ARD und ZDF bundesweit rund 90% der Bevölkerung erreichen. Für den erforderlichen Netzausbau laufen auch bei T-Systems die Planungen auf Hochtouren.
Über DVB-T
Die Abkürzung DVB-T steht für Digital Video Broadcasting-Terrestrial. Darunter versteht man den Verbreitungsweg von Fernsehprogrammen, die digital ausgestrahlt und über eine Dach- oder Zimmerantenne digital empfangen werden können. Zusätzlich zum Fernseher und einer Antenne benötigt der Zuschauer ein DVB-T-Empfangsgerät, das die digitalen Signale für den analogen Fernseher übersetzt. DVB-T-Empfangsgeräte sind bereits ab 60 Euro, Zimmerantennen bereits ab 10 Euro im Handel erhältlich. DVB-T ist neben Kabel und Satellit der dritte digitale Übertragungsweg für das Fernsehen.
Im Auftrag von:
Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD), Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), Südwestrundfunk (SWR), Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)
Weitere Infos zu DVB-T im Internet unter: www.ueberallfernsehen.de/
Ansprechpartner des Projektes für die Presse:
C/o SWR Gabi Schlattmann (Pressestelle), Fon: 0711/9 29-10 39

