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Nr.: 13/07

Datum: 02.07.2007

LFK-Präsident weist Kritik der Initiative Marketing Digital Radio (IMDR) zurück

Langheinrich: "Es geht um eine erfolgreiche Zukunft für digitales Radio"


Stuttgart, 02. Juli 2007 - "Wenn wir es schaffen, ein gemeinsames Konzept für die Nutzung des Frequenzbandes III für digitalen Hörfunk zu entwickeln, könnten sich die Radiohörer ab 2009 auf ein hervorragendes Angebot an neuem digitalen Radio freuen", erklärte LFK-Präsident Thomas Langheinrich am Montag in Stuttgart.

 

Die Vorstellungen der Technischen Kommission der Landesmedienanstalten (TKLM) und die Eckpunkte der Verbände der privaten Hörfunkveranstalter wie auch die Einschätzung der technischen Grundlagen durch die Produktions- und Technik-Kommission (PTKO) der ARD hätten sich soweit einander angenähert, dass eine Lösung näher rücke. In den nächsten Wochen solle das Konzept auch mit den Staatskanzleien der Länder erörtert werden.

 

Das neue Digitalradio, das auf dem bisher in den Digitalradiogeräten nicht eingebauten Standard Digital Radio Plus (HE-AAC+ v2) aufsetzen könnte, habe zusammen mit dem nach der Wellenkonferenz 06 in Genf zur Verfügung stehenden Frequenzresourcen die Chance, die Schwächen des gegenwärtigen DAB-Standards zu überwinden. Gute Empfangsmöglichkeiten in Wohnräumen und die flächendeckende Verbreitung im gesamten Bundesgebiet werden in Zukunft selbstverständlich sein.

 

Zugleich wies Langheinrich die Kritik der IMDR zurück, er habe sich für die Abschaltung des gegenwärtigen DAB-Radios eingesetzt: Bis zum Start des neuen Digitalradios braucht nichts abgeschaltet zu werden. Für einen erfolgreichen Marktstart des neuen Digitalradios sei aber ein Umstiegsszenario erforderlich. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, die Geräteindustrie in die Gespräche der verschiedenen Beteiligten mit einzubeziehen, um rechtzeitig mit den neuen Standards ausgerüstete Radiogeräte zur Verfügung zu haben.

 

"Um den Umstieg zu erleichtern, könnten bestehende Programme übergangsweise im bisherigen Standard gesendet werden, neue Angebote gehörten in den neuen Standard", sagte Langheinrich.