Nr.: 03/08
Datum: 26.02.2008
LFK-Vorstand gibt Startschuss für DVB-H Handy Fernsehen in Baden-Württemberg
Stuttgart, 26. Februar 2008 - Der Vorstand der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) hat sich für Mobile 3.0 als Betreiber für das neue DVB-H Handy-Fernsehen ausgesprochen und eine Zuweisung für einen 3-jährigen Versuchsbetrieb in Baden-Württemberg erteilt. Damit sind für Baden-Württemberg die regulatorischen Weichen für eine erfolgreiche Einführung des mobilen Fernsehens gestellt. „ Mobile 3.0 bietet als Betreiber der Plattform eine strukturelle Unabhängigkeit von Vermarktern und Inhalteanbieter. Das war für die Entscheidung ausschlaggebend“, erläutert der Vorsitzende des Vorstandes, LFK-Präsident Thomas Langheinrich. „Jetzt sind die Marktteilnehmer gefordert, gemeinsam ein Produkt an den Start zu bringen, das in punkto Angebot, Service und Leistung die Nutzer überzeugt“, so Langheinrich weiter.
Mobile 3.0 plant sein mobiles Fernsehen im Juni zur Fußball EM in ausgewählten Ballungsräumen zu starten; bis zum Jahr 2010 ist eine flächendeckende Verbreitung von DVB-H vorgesehen. Neben ARD und ZDF werden RTL, Vox, Sat.1 und ProSieben, dazu die Nachrichtenkanäle n-tv und N24, von Anfang an mit dabei sein. Auch Regionales aus Baden-Württemberg wird seinen Platz im Angebot finden. Im Hörfunk-Bereich gehen neben Digital 5 und KickFM auch das neue mobile Radio-Programm bigBuddy des baden-württembergischen Senders BigFM via DVB-H an den Start. „Wir erwarten von Mobile 3.0, dass auch neue, innovative speziell für den mobilen Nutzer zugeschnittene Dienste angeboten werden“, so der LFK-Präsident.
Bereits im Januar hatte die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) eine Empfehlung für das Konsortium um Mobile 3.0 ausgesprochen, einem Joint Venture von MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH und NEVA Media GmbH. Das Gemeinschaftsunternehmen verfügt über die Unterstützung der Medienkonzerne Hubert Burda Media und Georg von Holtzbrinck, die an NEVA Media beteiligt sind, sowie des international tätigen Medien- und Technologiekonzerns Naspers, der größter Gesellschafter der MFD Mobiles Fernsehen Deutschland ist.
Für den Plattform-Betrieb hatten sich auch die Mobilfunkprovider T-Mobile, Vodafone und O2 beworben.
