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Nr.: 18/14

Datum: 22.07.2014

Neue Lokalsender in Baden-Württemberg

LFK-Vorstand und Medienrat entscheiden über UKW-Verbreitung

Stuttgart, 22.07.2014 – Vertraute Radio-Marken, ein Newcomer und ein neu formatierter privater Hörfunksender werden ab dem Jahr 2016 in Baden-Württemberg in sechs lokalen Verbreitungsgebieten auf Sendung gehen. Das ist das Ergebnis der zweiten Runde der UKW-Auswahlentscheidungen vom Vorstand und Medienrat der Landesanstalt für Kommunikation in Stuttgart.

Sunshine Live
Im Raum Heidelberg, Mannheim, Rhein-Neckar- und Neckar-Odenwaldwaldkreis kann der Electronic Music-Sender „sunshine live“ sein Programm für weitere 10 Jahre ausstrahlen. Beworben hatte sich für das Sendegebiet mit 860.000 technisch erreichbaren Hörern auch der Anbieter „Radio MRN“.

Radio Seefunk, RSF
Kontinuität am Bodensee. Hier kann auch in Zukunft „Radio Seefunk“ in den Landkreisen Lörrach, Waldshut, Konstanz, Sigmaringen und Ravensburg und im Bodenseekreis auf Sendung gehen. Die Reichweite für das Programm liegt auf deutscher Seite bei etwa 770.000 Menschen. Radio Seefunk setzte sich gegen den Bewerber „Radio RSO“ durch.

Radio Neckarburg
Alter Name, veränderte Gesellschafter, neues Programm. Auch wenn Radio Neckarburg abermals den Zuschlag für das Sendegebiet mit dem Schwarzwald-Baar-Kreis und den Landkreisen Tuttlingen und Rottweil erhalten hat, wird es hier einen Neuanfang geben. Der langjährige Mehrheitsgesellschafter Gerd Kieninger wird Ende des Jahres ausscheiden und den Weg für eine grundlegende Neuausrichtung des Senders frei machen. So soll das Programmformat verändert, die Lokalberichterstattung professionalisiert und ausgeweitet werden. Dafür sollen zusätzliche Mitarbeiter eingestellt und ein neues Studio in Rottweil in Betrieb gehen. Beworben hatten sich für das Gebiet mit 400.000 potentiellen Hörern auch „Radio Seefunk“(RSF) und „Schwarzwaldradio“.

Radio RN1
Die 36 Mitglieder des Medienrates unterstützten mehrheitlich auch die Entscheidung des Vorstandes der LFK, ab 2016 in den Landkreisen Tübingen und Reutlingen und dem Zollernalbkreis einen neuen Anbieter an den Start gehen zu lassen. Ab Januar 2016 wird in dem Verbreitungsgebiet mit etwa 550.000 Menschen „Radio RN1“ senden. Damit verliert der bisherige Anbieter „Radio TON“ seine Zuweisung. Nicht zum Zuge kamen auch die Bewerbungen von „DIE NEUE 104,8“ und „Radio n“.

Radio ENERGY
Im neu zugeschnittenen UKW-Sendegebiet rund um Stuttgart mit den Landkreisen Ludwigsburg, Rems-Murr und Böblingen und einen Teil des Enzkreises wird mit der neuen Zuweisungsperiode Radio ENERGY sein lokales Programm mit regionaler Morningshow ausstrahlen können. Beworben hatten sich für Gebiet mit 1.3 Millionen Einwohnern auch die Sender „Die NEUE 100.7“, „Radio TON“ und „Radio 4“. Radio ENERGY war bisher bereits im Sendegebiet On Air.

Radio TON
Radio TON kann zehn weitere Jahre sein Lokalprogramm im Landkreis Heidenheim und im Ostalbkreis verbreiten. Technisch werden in dem Versorgungsgebiet 440.00 Menschen erreicht. Radio TON setzte sich in der Auswahlentscheidung gegen den neuen Anbieter „Albradio“ durch.


Entscheidungskriterien für die Vergabe der UKW-Sendegebiete sind vor allem der Beitrag zur Vielfalt und lokaler Identität der Bewerber. Aber auch das wirtschaftliche Konzept und die digitale Perspektive und -Konzeption des Senders spielen eine Rolle. Die neue Lizenzperiode beginnt am 1. Januar 2016 und dauert 10 Jahre.


Über den Medienrat
Der Medienrat setzt sich zusammen aus Vertretern der gesellschaftlich relevanten Gruppen. § 41 Abs. 1 LMedienG bestimmt jene 28 Organisationen, die in den Medienrat einen Vertreter entsenden. Zusätzlich entsendet jede Fraktion im Landtag einen Vertreter. Vier weitere Vertreter werden auf Grund von Vorschlägen der Fraktionen vom Landtag gewählt (§ 41 Abs. 2 LMedienG). Der
Medienrat besteht aus 36 Mitgliedern. In seiner ersten konstituierenden Sitzung am 14 .Februar 2012 wählte der Medienrat (6. Amtsperiode) die Vorsitzende Christa Gönner-Schwarz sowie ihre Stellvertreter Thomas Münch und Stephan Bourauel. Der Medienrat nimmt nach § 42 Abs. 1 LMedienG insbesondere die Aufgaben zur Gewährleistung der Meinungsvielfalt und des Schutzes von Kindern und Jugendlichen im Bereich des Rundfunks und der rundfunkähnlichen Kommunikation
wahr.

Über den Vorstand der LFK
Der Vorstand der LFK besteht aus einem hauptamtlichen Vorsitzenden und vier
ehrenamtlichen Mitgliedern, die für fünf Jahre vom Landtag gewählt werden. Vorsitzender des Vorstandes und Präsident der LFK ist Thomas Langheinrich, weitere Vorstände sind Hans Beerstecher, Prof. Dr. Armin Dittmann, Prof. Dr. Hans-Peter Welte und Hans Georg Junginger . Die Aufgaben des Vorstandes umfassen beispielsweise die Lizenzierung der privaten Hörfunk - und Fernsehveranstalter, Rangfolgeentscheidungen für das Kabelnetz, Förderung der technischen Infrastruktur, Vergabe von Forschungsaufträgen oder die Aufstellung des Haushaltsplans.


Ihr Ansprechpartner
für alle journalistischen Fragen

Axel Dürr, Pressesprecher

Telefon: 0711 / 66 99 1 - 74
Email: a.duerr@lfk.de