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Nr.: 02/11

Datum: 25.02.2011

Schnelles Internet bis Jahresende in ganz Baden-Württemberg

LFK-Präsident: Konzept für Umgang mit Fernsehstörungen fehlt noch

Stuttgart, 25.02.2011 - Bis zum Ende des Jahres sollen alle Haushalte in Baden-
Württemberg flächendeckend über schnelles Internet von mindestens 1 Mbit/s
verfügen können. Auf entsprechende Planungen der Netzbetreiber hat der Präsident
der Landesanstalt für Kommunikation (LFK), Thomas Langheinrich vor über 200
kommunalen Vertretern in Offenau hingewiesen. Nachdem über 75 Prozent der
Haushalte im Land vor allem von Kabel BW und der Deutschen Telekom bereits mit
Breitbandanschlüssen versorgt sind, die 50 Mbit/s und zum Teil noch höhere
Internet-Geschwindigkeit bieten, sollen nach Auskunft der Netzbetreiber die letzten
weißen Flecken im Ländlichen Raum ohne schnelles Internet mit Hilfe der neuen
mobilen LTE-Funk-Technik geschlossen werden. Auch beim Breitbandanschluss via
Satellit gibt es neues: Noch im Mai wird Eutelsat seinen jüngst gestarteten Satelliten „Ka-Sat“ in Betrieb nehmen, der den Kunden im Download eine Datenrate von mehreren Mbit/s anbietet.

„Die Digitalisierung der Fernsehübertragung und die damit freie Frequenz-Kapazität
für neue funkbasierte Dienste, etwa für mobiles Internet, bedeutet eine echte Win-
Win-Situation für alle“, so Langheinrich auf einer Tagung der Akademie Ländlicher
Raum Baden-Württemberg. „Durch die so genannte Digitale Dividende können die
TV-Veranstalter mehr Programme verbreiten und das sogar zu geringeren Kosten.
Die Zuschauer können mit ihrem Fernsehapparat oder ihrem Laptop z. B. auch als
Zweitgerät ohne einen Anschluss an Kabel oder Satellit mehr Programme
empfangen als zuvor. Den Mobilfunkern eröffnen sich neue Geschäftsfelder und
Wachstumschancen und nicht zuletzt erhalten die Bürger im Ländlichen Raum den
Zugang zum schnellen Internet.“

Langheinrich wies aber auch darauf hin, dass durch die neue mobile Internetübertragung vor allem in den Ballungsräumen das Risiko von Störungen des Fernsehempfang bestehe. Der LFK-Präsident sieht hier die Mobilfunkbetreiber in der Pflicht. „Bislang ist völlig unklar, was ein Fernsehzuschauer tun soll, wenn er
Bildstörungen hat, die möglicherweise auf das neue LTE-Netz zurückzuführen sind.
Hier erwarten wir von den Mobilfunkern ein überzeugendes Konzept zur Erkennung,
Meldung und Behebung von solchen Störungen.“

Die LFK ist seit Bestehen der "Clearingstelle Neue Medien im Ländlichen Raum" im
Jahr 2004 Mitglied und bringt ihre technische Expertise mit ein. Die Clearingstelle
berät Städte und Gemeinden kostenlos bei der Verbesserung der
Kommunikationsinfrastruktur.


Ihr Ansprechpartner
für alle journalistischen Fragen

Axel Dürr, Pressesprecher

Telefon: 0711 / 66 99 1 - 74
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