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Nr.: 03/09

Datum: 29.01.2009

Weichenstellung für bessere Internetversorgung im ländlichen Raum

LFK startet Aufruf an Unternehmen, sich an Funk-Modellprojekt zu beteiligen

Stuttgart, 29.01.2009 - Die Pläne, breitbandiges Internet über Rundfunkfrequenzen dem ländlichen Raum zur Verfügung zu stellen, nehmen in Baden-Württemberg konkrete Formen an. Der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation (LFK), Thomas Langheinrich, kündigte heute auf der Tagung zum Thema „Breitbandinitiative Baden Württemberg“ im badischen Sasbachwalden an, dass die LFK ein entsprechendes Modellprojekt im Auftrag und in Begleitung der baden-württembergischen Landesregierung zeitnah realisieren will. „Wenn wir wertvolle Rundfunkfrequenzen zur Verfügung stellen, dann wollen wir eine eindeutige Priorisierung für das politische Ziel `Breitbandversorgung für den ländlichen Raum` erreichen“, sagte Langheinrich. „Funkfrequenzen sind grundsätzlich bestens geeignet für die kurz- und mittelfristige Erschließung von bislang unversorgten Gebieten im ländlichen Raum“

 

Aus diesem Grund startet die Landesmedienanstalt heute einen so genannten „Call for Proposals“, also einen Aufruf an interessierte Unternehmen, Vorschläge für entsprechende Pilotprojekte zur Übertragung von Breitbandinternet in Baden- Württemberg zu unterbreiten. Der Modellversuch wird vom Ministerium für den Ländlichen Raum und dem Wirtschaftsministerium in Baden-Württemberg begleitet und läuft im Einvernehmen mit der Bundesnetzagentur. Der Versuch soll Erkenntnisse darüber liefern, welches Potenzial die Funktechnik in der hügeligen Topographie im Südwesten hat, wie sie von den Bürgern genutzt wird und welche Störungen beim DVB-T Fernsehempfang zu erwarten sind. Gleichzeitig gilt es auszuloten, wie ein tragfähiges Geschäfts- und Vermarktungsmodell aussehen kann, um die Investitionen zu refinanzieren. „Wir setzen darauf, dass wir mit Hilfe interessierter Provider mehrere attraktive Versuchskonzepte in verschiedenen Teilen unseres Landes auf den Weg bringen können.“

 

Der LFK-Präsident wies darauf hin, dass auch die Funktechnologie Glasfasertrassen benötige, die den Sendemast mit dem breitbandigen Internet verbinden. Deshalb würden politische Randbedingungen benötigt, die dafür sorgen, dass auch neue Anbieter eine echte Chance haben, einen weißen Fleck ohne schnelles Internet mit ihrem Netz zu erschließen. „Für echten Wettbewerb benötigen wir praktikable Durchleitevereinbarungen im Glasfasernetz“, forderte Langheinrich und kündigte an, positive Erfahrungen mit praxisnahen Regelungen in der Schweiz auch für Baden- Württemberg prüfen zu wollen.

 

Den Call for Proposals können interessierte Unternehmen ab heute unter www.lfk.de und unter www.clearingstelle-bw.de herunterladen.


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Axel Dürr, Pressesprecher

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