Nr.: 12/06
Datum: 27.04.2006
Zur Übernahme von Kabel BW durch schwedischen Investor EQT:
Stuttgart, 27. April 2006 - Nach dem Einstieg des schwedischen Investors EQT setzt die baden-württembergische Landesanstalt für Kommunikation (LFK) auf die weitere Modernisierung der Kabelnetze. "Digitalisierte moderne Kabelnetze bieten nicht nur verbesserte Möglichkeiten für ein vielfältiges Angebot im Fernsehbereich. Durch Netzmodernisierungen werden erst Angebote mit schnellem Breitbandinternet und auch das Telefonieren über Kabel möglich. Kabel gehört deshalb zu den wichtigsten Infrastrukturen, die für den Medien- und Technologiestandort Baden-Württemberg von hoher Bedeutung sind", sagte der Präsident der LFK am 27.04.06 in Stuttgart.
Das Land brauche auch in seinen wirtschaftsstarken ländlicheren Gebieten hochwertige Infrastrukturen. "Bislang konnten wir uns über eine im Vergleich zu anderen Ländern in Deutschland hochwertige und an Dynamik gewinnende Ausbaustrategie der Kabel BW freuen. Wir setzen darauf, dass der neue Investor diese Modernisierungsstrategie weiter unterstützt. Erste Signale in dieser Richtung begrüßen wir ausdrücklich", so Langheinrich.
Die zahlreichen Modernisierungserfolge von Kabel BW in den Regionen des Landes dürften aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass in der Landeshauptstadt Stuttgart die Kabelmodernisierung durch die zu verschiedenen Kabelunternehmen gehörenden Netzebenen (Kabelfernsehen Stuttgart KFS und Kabel BW andererseits) blockiert ist. Während man im angrenzenden Landkreis Ludwigsburg zwischen Telekom- und Kabelangeboten mit Highspeed-Internet wählen kann, suche man beim Kabel in Stuttgart ein entsprechendes Angebot vergebens. Der LFK-Präsident kündigte an, er werde versuchen, das vom neuen Investor EQT gemachte Gesprächsangebot zur Lage der Kabelmodernisierung aufzugreifen und sich gleichfalls auch an die Eigentümer der hinter KFS Stuttgart stehenden Telecolumbusgruppe zu wenden, um die Blockadesituation in Stuttgart noch einmal drastisch zu verdeutlichen. "Wir brauchen in der Landeshauptstadt auch eine Wahlmöglichkeit für Highspeed-Fernsehkabel", sagte Langheinrich.
