Immer wieder hört oder liest man Meldungen, die einen direkten Zusammenhang zwischen dem Konsum von Mediengewalt und Gewalttaten von Kindern oder Jugendlichen unterstellen. Sie werfen die Frage auf, wie gefährlich der Konsum von Mediengewalt, insbesondere im Fernsehen und durch Videofilme, für Kinder und Jugendliche ist.
Kinder und Jugendliche sehen heute mehr fern als früher. Auch hat sich die Anzahl der Fernsehsender und somit das Programmangebot insgesamt in den letzten Jahren ständig erhöht. Dies trägt zu dem Eindruck bei, Fernsehprogramme würden immer gewalthaltiger. Im Fernsehen werden Kinder und Jugendliche am Abend mit gewalthaltigen Inhalten konfrontiert. Oft können Kinder und Jugendliche nicht mit dem umgehen, was sie in den Medien sehen. Diese Situation stellt Eltern und Lehrer vor neue, nicht leicht zu lösende Aufgaben.
Der Flyer des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs) bietet zahlreiche Antworten
FLIMMO - Was fernsehen Ihre Kinder?
Kinder mögen das Fernsehen. Es gehört zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen. Erwachsene sind häufig unsicher, was Kinder bedenkenlos sehen können und was ihnen vielleicht Probleme bereitet. Im FLIMMO können sich Eltern und Erzieher schnell und aktuell darüber informieren, welche Sendungen Kinder mögen, worauf diese achten und was für sie heikel sein kann.
Der FLIMMO nimmt Sendungen unter die Lupe, die Kinder zwischen 3 und 13 Jahren gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Er liefert keine TV-Kritik, sondern betrachtet die Programme aus der Perspektive der Kinder. Worüber Kinder lachen, was sie traurig macht, verwirrt oder erschreckt, ist für Erwachsene oft schwer nachvollziehbar: Der FLIMMO zeigt es auf. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Nutzen der Sendung für die Kinder. Deshalb gibt es keine "guten" oder "schlechten" Sendungen, sondern folgende Bewertungen: "Kinder finden's prima", "Mit Ecken und Kanten" und "Nicht für Kinder". Die FLIMMO-Broschüre erscheint dreimal im Jahr. Sie wird bundesweit kostenlos an Kindergärten, Schulen, Arztpraxen, Apotheken, Kirchengemeinden, Beratungsstellen, Bibliotheken und andere Einrichtungen verteilt. Eltern erhalten auf Anfrage ein Ansichtsexemplar und können den FLIMMO abonnieren. Noch mehr Informationen bietet FLIMMO-Online - 14-tägig aktualisiert.

