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Nr.: 17/14

Datum: 08.07.2014

Heute alles anders – Für Digitalisierung brauchen Medien und Regulierung neue Konzepte

Erster Jahresempfang der LFK mit über 170 Gästen

Stuttgart, 08.07. 2014 – Beim Jahresempfang der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) hat die Ministerin im Staatsministerium, Silke Krebs, der baden-württembergischen Landesmedienanstalt eine gute Arbeit bescheinigt. „Wir verfügen in Baden-Württemberg über eine sehr vielfältige Medienlandschaft, die es auch in einer zunehmend digitalisierten Medienwelt zu erhalten und zu fördern gilt. Die LFK geht hier mit dem gezielten Einsatz von Fördermitteln und eigenen Kooperationsprojekten einen guten Weg“, sagte Krebs.

LFK-Präsident Thomas Langheinrich wies in seiner Rede auf die schwierige Situation der regionalen Sender in Deutschland hin.“Sie müssen ihre Inhalte genauso wie großen Player auf alle Endgeräte und Plattformen bringen, müssen in Apps und neue Verbreitungsformen investieren und das bei einem Bruchteil der Erlöse, die sie aus regionaler Werbung generieren können“. Langheinrich plädierte für einen Aufbruch zu anderen Rahmenbedingungen und neuen Fördermodellen. „Gefragt ist auch die Politik“, so der LFK-Präsident vor 170 Gästen aus Medien, Wirtschaft, Politik, Hochschulen, Bildung und Gesellschaft.

Auch die Radioveranstalter stehen vor einem Aufbruch. Neben dem analogen UKW investieren sie auch ins Digitalradio. Hier sieht Langheinrich eine wachsende Akzeptanz, die in Zukunft noch durch neue intelligente Radios erhöht werden kann. „ Es ist doch sinnvoll, wenn ich als Hörer nicht mehr die Empfangsart einstellen, sondern nur noch meinen Wunschsender wählen muss. Den Rest soll mein Gerät für mich erledigen“, so der LFK-Präsident.

Vor finanziellen Verwerfungen in der Medienbrache warnte der Medienwirtschafts-Experte Prof. Dr. Boris Kühnle von der Hochschule der Medien (HdM). In seiner Keynote wies er darauf hin, dass die zunehmende Verlagerung von audiovisuellem Content ins Internet Probleme bei der Refinanzierung gerade bei traditionellen Medien bringe. Eine reine Finanzierung über Werbung bedeute „mehr hungrige Mäuler am Kaffeetisch, aber ein Kuchen, der auch morgen noch nur so
groß ist wie gestern. Das heißt kleinere Stückchen für jeden“. Dazu entwickeln sich die Medien immer stärker hin zu Nischenangeboten, die gerade im Internet ein jugendliches Millionenpublikum gewinnen können. Auch die Angebote selber werden zunehmend individualisierter. So kann mittlerweile etwa beim Fußball der Zuschauer seinen individuellen Kameraausschnitt selber wählen. „Jeder kann in Zukunft wie mit dem Legobaukasten sein eigenes Medienangebot kreieren“, so Kühnle.

=> Bilder der Veranstaltung


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