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Kabel

53 Prozent der TV-Haushalte in Baden-Württemberg empfangen ihr Fernsehprogramm über Breitbandkabelanschlüsse. Während beim Satellitenempfang die Investitionskosten für die Sat-Schüssel und die Settop-Box vom Zuschauer getragen werden, müssen die Kunden beim Kabelempfang eine monatliche Gebühr an den Kabelnetzbetreiber entrichten.

Nach Angaben des größten baden-württembergischen Kabelnetzbetreibers Unitymedia BW sind 99 Prozent der Anschlüsse auf 862-MHz-Technik umgerüstet. Über das modernisierte Kabelnetz empfängt der Nutzer mehrere hundert digitale TV-Programme und eine Vielzahl von Hörfunkangeboten. Darüber hinaus kann er über das Kabel telefonieren und auch mit einer hohen Datenrate im Internet surfen.

In den letzten Jahren sind in Baden-Württemberg zahlreiche lokale TV Sender und Spartenprogramme an den Start gegangen, die ausschließlich im digitalen Kabel übertragen werden. 

Die Landesanstalt für Kommunikation (LFK) bestimmt nach den gesetzlichen Vorgaben die Programme, die vorrangig verbreitet werden müssen. Dieser Pflichtbereich ("Must-Carry") setzt sich aus privaten und öffentlich-rechtlichen Programmen zusammen. Die digitale Verbreitung vorrangiger Angebote richtet sich nach dem Rundfunkstaatsvertrag. Die Netzbetreiber bzw. Plattformanbieter sind aufgerufen, die übrige Belegung zu regeln. Kriterien für deren Auswahlentscheidung sind nach dem Willen des Gesetzgebers die Interessen der angeschlossenen Teilnehmer sowie Vielfaltsgesichtspunkte. Der Netzbetreiber ist also nach dem Gesetz verpflichtet, für die Must-Carry-Programme Kabelkanäle bereit zu halten.

Ihre Kabelbelegung können Sie bei der Unitymedia BW GmbH abrufen.


Kabelbelegung bei der Unitymedia BW GmbH