Angebotsabgabe

bis spätestens 4. Dezember 2020, 12:00 Uhr

Auftraggeber

Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest
c/o Landesanstalt für Kommunikation (LFK) Baden-Württemberg
Reinsburgstraße 27
70178 Stuttgart
Telefon: 0711 / 66 99 1-0
Fax: 0711 / 66 99 1-11

Bundesweite Studie zum Thema „Senioren, Information und Medien“

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs), bestehend aus der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK), führt in Kooperation mit dem Psychologischen Institut der Universität Heidelberg eine bundesweite Basisuntersuchung und Grundlagenstudie durch.

Das übergeordnete Ziel dieser Studie ist ein umfassender Situationsbericht in Bezug auf die Art und Weise der Informationsbeschaffung und dem Medienumgang von Seniorinnen und Senioren in der Bundesrepublik Deutschland.

Hierzu soll zunächst einmal untersucht werden, welche Medien älteren Erwachsenen überhaupt zur Verfügung stehen und über welche Kanäle diese an Informationen zu vielfältigen Aspekten des täglichen Lebens gelangen. Auch die Rolle verschiedener Medien im Alltag gilt es zu beleuchten. Neben der Erfassung von Kennzahlen der Mediennutzung sollen auch gerontologische Aspekte mit Konstrukten der psychologischen Alternsforschung abgefragt werden.
Die Digitalisierung beeinflusst inzwischen viele Lebensbereiche, bedingt durch die Corona-Pandemie wurden Online-Anwendungen zunehmend wichtiger. Die geplante Studie soll ihren Schwerpunkt auf das Internet setzen und neben der Nutzung von konkreten Online-Anwendungen auch die dahinterliegenden Motive der Nutzerinnen und Nutzer sowie zentrale Einflussfaktoren auf das Nutzungsverhalten erfassen. Die inhaltliche Ausrichtung orientiert sich an der 2016 im Rahmen des Projektes KommmiT durch das BMBF finanzierten SAMS Studie, die von der LFK in Kooperation mit dem Psychologischen Institut der Universität Heidelberg durchgeführt wurde.

Zu dem beschriebenen Sachverhalt ist eine bundesweite, quantitative Repräsentativbefragung von älteren Erwachsenen geplant. Zu befragen gilt es Personen ab 60 Jahren, insbesondere auch Hochaltrige über 80 Jahren.

Rahmenbedingungen

  • Stichprobe
    • Die Studie ist auf Repräsentativität für privatwohnende Seniorinnen und Senioren in ganz Deutschland ausgelegt.
    • Privatwohnende Personen ab 60 Jahren sowie Hochaltrige ab 80 Jahren sollen befragt werden, ohne Altersgrenze nach oben.
  • Die Entwicklung des Fragebogens erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber. Ein aktueller Fragebogen liegt vor. Hier ist insbesondere eine abschließende Beratungsdienstleistung gefragt.
  • Die Feldarbeit sollte im März/April 2021 erfolgen. Die Gleichverteilung der Fälle über die Befragungszeit ist zu gewährleisten.
  • Die Befragung mit einer Dauer von ca. 20, 30 oder 35 Minuten pro Interview soll über eine Telefon-Befragung (CATI) erfolgen.
  • Eine Gewichtung nach den Variablen Alter (60-79 Jahre, 80+), Geschlecht, Bildung (3-stufig), sowie Stadt/Land ist zu gewährleisten.
  • Auswertung und Berichterstattung als PDF-Tabellenbericht sowie Grafiken. Die Berichterstattung muss bis Ende Mai 2021 abgeschlossen sein.
  • Gesonderte Anfrage: Für eine evtl. Wiederholungsbefragung: Längsschnitt Design zu einem Sub Sample (ca. n=1500-2000).

Auftrag

1.) Konzeption der Studie

  • Definition bzw. Konzeption der Stichprobe
  • Budget- und Zeitplanung
  • Beratung zum vorliegenden Fragebogen und ggf. Anpassung
  • Fragebogenprogrammierung

2.) Feldarbeit

  • Stichprobenziehung
  • Interviewerschulung
  • Datenerhebung via Telefon-Befragung (CATI), Dauer pro Interview: ca. 20, 30 oder 35 Minuten
  • Datenaufbereitung

3.) Berichtslegung

  • PDF-Tabellenbericht
  • Ca. 70 Charts
  • Präsentationstermin in Stuttgart

Zuschlagskriterien

  • Kriterium A: Kompetenzen im Sinne einschlägiger Erfahrungen im Bereich der Repräsentativ-Befragungen von Personen ab 60 Jahren, insbesondere auch Personen ab 80 Jahren
  • Kriterium B: Preis
  • Kriterium C: Referenzen

Das Angebot muss mindestens folgende Unterlagen und Erklärungen umfassen:

  • Unternehmensbeschreibung der Bewerberin/des Bewerbers.
  • Namentliche Benennung der für das Projekt vorgesehenen Mitarbeiterin/Mitarbeiter, jeweils mit Angaben zu Qualifikation, Erfahrung und Nennung von Projekten.
  • Angabe der Nachunternehmen, mit dem die Bewerberin/der Bewerber im Falle seiner Beauftragung zusammenarbeiten wird, unter Angabe der Leistungen, die von dieser/diesen ausgeführt werden sollen.
  • Referenzen vergleichbarer Projekte. Nachweis der Expertise im Bereich der Medienforschung, Sozialforschung, Alternsforschung => Referenzstudien in der Altersgruppe 60+.
  • Wir erwarten einen detaillierten Budgetplan für mindestens drei verschiedene Fallzahlen (n=2.000, n=3.000, n=5.000) sowie der Angabe des Preises pro Fall jeweils für eine Fragebogenlänge von 20, 30, 35 Minuten.
  • Eine begründete Empfehlung für eine Mindestgröße der Stichprobe.
  • Zeitplan ab Beauftragung.
  • Erklärung, dass keiner der unter §§ 123 und 124 GWB genannten Ausschlussgründe vorliegt.
  • Bewerbergemeinschaften müssen eine Ansprechperson benennen, die befugt ist, sie während des gesamten Vergabeverfahrens und gegebenenfalls der Durchführung des Auftrags rechtsverbindlich zu vertreten.

Zeitplanung

Bieterfragen bis 27. November 2020
Eingang der Angebote bis 04. Dezember 2020
Vergabeentscheidung bis 18. Dezember 2020

Folgende Erklärung ist dem Angebot beizulegen:

Erklärung gemäß § 7 Nr. 5 VOL/A, dass folgende Kriterien für den Bewerber nicht zutreffen:

a) dass über sein Vermögen das Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzliches Verfahren eröffnet oder die Eröffnung beantragt oder dieser Antrag mangels Masse abgelehnt worden ist,

b) dass er sich in Liquidation befindet,

c) dass er nachweislich eine schwere Verfehlung begangen hat, die seine Zuverlässigkeit als Bewerber in Frage stellt,

d) dass er seine Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung nicht ordnungsgemäß erfüllt hat,

e) dass er im Vergabeverfahren vorsätzlich unzutreffende Erklärungen in Bezug auf seine Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit abgegeben hat.

Wir erwarten Ihr aussagefähiges Angebot mit einem detaillierten Budgetplan bis zum 04. Dezember 2020, 12:00 Uhr.

Die Angebote müssen bis spätestens 04. Dezember 2020, 12:00 Uhr, bei der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) Baden-Württemberg, als Geschäftsstelle des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest, per E-Mail mit dem Stichwort „Angebot Senioren, Information, Medien“ an a.gross(at)lfk.de, eingehen. Verspätet eingegangene Angebote werden nicht berücksichtigt.

Fragen zu den Unterlagen können Sie ausschließlich schriftlich bis 27. November 2020 (12 Uhr) an Frau Gross (a.gross(at)lfk.de) richten, die Antworten werden allen Anbietern zur Verfügung gestellt.

Alle Angaben, die in den Ausschreibungsunterlagen vom Auftraggeber gemacht werden, sind vertraulich zu behandeln. Jeder Anbieter hat über die ihm bekannt gewordenen dienstlichen Angelegenheiten des Auftraggebers – auch nach Beendigung des Auswahlverfahrens – Verschwiegenheit zu bewahren. Hierzu sind auch die mit der Sache befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verpflichten.

Träger der Untersuchung

Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) als Geschäftsstelle des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest.

Kontakt

Ann-Kathrin Groß M.Sc.
Landesanstalt für Kommunikation
Medienkompetenz
Tel.: 0711 66991-50
E-Mail: a.gross(at)lfk.de