Pressemitteilung • 15.12.2021

Investitionen in einen starken Medienstandort

LFK-Medienrat empfängt Staatssekretär Hoogvliet und beschließt Haushalt für das Jahr 2022

Bild einer Person, die sich Notizen auf einem Block macht

Der Medienrat der LFK diskutierte in seiner das Jahr abschließenden Sitzung mit Rudi Hoogvliet, Staatssekretär für Medienpolitik und Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund, wie sich die Medienlandschaft in Baden-Württemberg weiter entwickeln lässt. Zudem beschloss der Medienrat den LFK Haushaltsplan für das Jahr 2022 und neue Förderrichtlinien.

Gemeinsam für eine starke Medienbranche

Staatssekretär Rudi Hoogvliet sieht in der Zusammenarbeit mit der LFK einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Medienvielfalt in Baden-Württemberg und unterstreicht die Bedeutung regionaler Rundfunkveranstalter für eine seriöse Berichterstattung: „Guter Lokaljournalismus ist von besonderer Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er informiert die Bürgerinnen und Bürger mit Bezug zu ihrem persönlichen Lebensumfeld zu den aktuell wichtigen Themen, ordnet ein und hinterfragt kritisch. Damit spielt er eine wesentliche Rolle im Kampf gegen Hass, Hetze und Desinformation.“

Der Vorsitzende des LFK-Medienrats, Dr. Wolfgang Epp, stellt klar, dass Hassbotschaften konsequent bekämpft werden müssen, um die Meinungsfreiheit in den Medien zu schützen: „Natürlich haben alle Bürgerinnen und Bürger das Recht, ihre Meinung frei zu äußern. Diese Freiheit ist unbedingter Gegenstand unserer demokratischen Grundordnung und wird leider viel zu häufig von Angriffen wie Hassrede bedroht. Um dem entgegenzuwirken, müssen sich die LFK und die Behörden des Landes noch aktiver im Kampf gegen strafrechtlich relevante Hasskommentare im Netz einsetzen. Die neu eingerichtete Task Force des Landes bietet dringend benötigte Möglichkeiten, sich eng auszutauschen und konkrete Maßnahmen umzusetzen.“

Journalistische Strukturen stärken

Der Haushalt der LFK sieht wichtige Investitionen in die Zukunftsfähigkeit lokaler Medien und journalistischer Ausbildung vor. Neben der Fortsetzung der Förderung von Volontariats-Stellen bei lokalen Radiosendern untersucht eine Machbarkeitsstudie innovative Konzepte, um journalistische Kompetenz im Land zu fördern und die beteiligten Akteure besser zu vernetzen. „Medienvielfalt kann nur mit vielen engagierten, journalistisch ausgebildeten Köpfen gelingen“, erläutert LFK-Präsident Dr. Wolfgang Kreißig. „Die Förderung journalistischer Strukturen im Land ist daher eine der Kernaufgaben der LFK. Wir werden unsere Aktivitäten auf diesem Gebiet entsprechend verstärken und die digitale Transformation unserer Rundfunkveranstalter unterstützen.“

Neben dem Haushaltsplan wurden vom Medienrat auch die Förderrichtlinien für das Jahr 2022 beschlossen, die auf der Homepage der LFK einsehbar sind.

 

Die LFK ist die Medienanstalt für Baden-Württemberg. Sie lizenziert und beaufsichtigt den privaten Rundfunk, weist Übertragungskapazitäten zu und entwickelt und fördert eine vielfältige Medienlandschaft. Sie setzt sich für Meinungsfreiheit und -vielfalt ein, gerade auch auf digitalen Verbreitungswegen, Telemedien und Social Media. Die LFK ist außerdem zuständig für den Jugendmedienschutz und die Vermittlung von Medienkompetenz. Hierzu engagiert sie sich in zahlreichen Projekten und bietet Aus- und Fortbildungsmaßnahmen an.

Der Medienrat der LFK setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern gesellschaftlich relevanter Gruppen zusammen. Das Gremium nimmt nach §42 LMedienG insbesondere die Aufgaben zur Gewährleistung der Meinungsvielfalt und des Schutzes von Kindern und Jugendlichen im Bereich des Rundfunks wahr und beschließt den Haushaltsplan der LFK.

Kontakt

Eva-Maria Sommer
Landesanstalt für Kommunikation
Pressesprecherin, Leiterin Stabsstelle für Strategie und Kommunikation
Tel.: 0711 66991-12
E-Mail: e.sommer(at)lfk.de