Medienbildung an Hochschulen

Im Rahmen des neuen LFK-Förderprogramms „Medienkompetenz und journalistische Grundlagen an Hochschulen“ bieten wir Pädagogischen Hochschulen aus Baden-Württemberg eine Anschubfinanzierung für die Einrichtung studienfachübergreifender Qualifikationsangebote an Studierende und deren dauerhafte Einbindung in die Lehre.

Gruppe junger Menschen bespricht sich zu Inhalten auf dem Handy

Förderziel

Die Corona-bedingte Fernunterrichtssituation der letzten Monate hat verdeutlicht: Insbesondere beim Lernen und Lehren auf Distanz kommt einem medienvermittelten Unterricht eine große Bedeutung zu, deren Bewältigung einer entsprechenden Qualifikation bedarf.

Das neue Förderprogramm „Medienkompetenz und journalistische Grundlagen an Hochschulen“ der LFK soll es Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg ermöglichen, entsprechende Strukturen aufzubauen, Ausbildungskonzepte zu entwickeln und eine journalistische Grundbildung für Studierende aller Fakultäten anzubieten.

Dadurch soll einerseits der Einsatz digitaler Medien in der Lehre gestärkt werden, andererseits sollen die Studierenden als zukünftig Lehrende mit Formaten wie beispielsweise Audio- oder Videopodcasts, Lehr- und Wissensfilmen vertraut gemacht werden. Denn auch crossmediale Onlineformate, Blogs sowie Video- und Fotodokumentationen eigenen sich als Methoden für die Vermittlung, Erarbeitung, Wiederholung, Zusammenfassung von Inhalten an Hochschule und Schule.

Förderdetails

  1. Erstattung von bis zu 50 Prozent der Personalkosten (inkl. Honorarkosten)
  2. Einmalige Förderung der Technikkosten mit anteilig 50 Prozent, bis zu insgesamt maximal 10.000 Euro
  3. Förderzeitraum: maximal 6 Semester
  4. Höchstsumme pro Antrag bei maximaler Laufzeit: 170.000 Euro.

 

Bitte beachten

Um den aktuellen Bedarf an Konzepten für digitalen Unterricht zu unterstützen, werden im Programm ausschließlich Pädagogische Hochschulen gefördert. Die konkrete Förderhöhe richtet sich nach der Konzeption, Ausrichtung und Laufzeit des Ausbildungsprojektes. Die Entscheidung über die Vergabe der Mittel erfolgt durch den Vorstand der LFK.

 

Es ist beabsichtigt, mehrere Hochschulprojekte zu fördern.

Verpflichtende Leistungen des Fördernehmers

  1. Evaluation des Projektes
  2. Vergabe von ECTS-Punkten / Zertifikate an die beteiligten Studierenden bei kontinuierlicher Teilnahme am geförderten Ausbildungsprogramm
  3. Transferorientierter Projektbericht zur Einbindung in die Lehre
  4. Hochschulinterne Auftaktveranstaltung zur Bewerbung des Qualifikationsangebots
  5. Abschlussveranstaltung

Bewerbung

Die Bewerbungsphase ist abgelaufen, es können keine Anträge mehr gestellt werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Bekanntmachung des Förderprogramms.

FAQ

Das ist korrekt, Technikkosten können zu 50% (bis insgesamt 10.000 €) und Personalkosten zu 50% bis insgesamt 160.000 € (bei einer Gesamtlaufzeit von sechs Semestern) gefördert werden. Die Förderhöchstsumme beträgt daher 170.000 €. Sachkosten sind nicht förderfähig und können auch nicht als Eigenleistung für andere Kostenstellen verrechnet werden. Neben der im Antrag zu beziffernden Gesamtfördersumme ist der detaillierten Finanzplanung über die gesamte Laufzeit der Mittelbedarf pro Kalenderjahr anzugeben.

Eine Anrechnung bestehender Stellen ist nicht ausgeschlossen, allerdings zielt das Förderprogramm auf die Schaffung neuer Strukturen, so dass das Ziel ist, den Personaleinsatz im Bereich Medienkompetenz langfristig zu erweitern und neue Kompetenzfelder an der Hochschule zu implementieren. Im Falle konkurrierender Anträge würden wir den Einsatz neuer Stellen/-anteile höher gewichten.

Eine Einreichung ist ausreichend. Zur Wahl stehen der Postweg, per E-Mail und via Upload.

Durch Buchungsbelege der Finanzabteilung der Hochschule. Die LFK-Förderung ist auf einem eigenen HH-Titel zu buchen.

Ein höherer Finanzierungsanteil ist in den Förderrichtlinien der LFK nicht vorgesehen.

Um eine nachhaltige Verankerung zu erreichen und die Angebote über die Projektlaufzeit hinaus zu verstetigen, sehen wir die Vergabe von ECTS -Punkten als notwendiges Ziel an, das im Laufe der Projektlaufzeit erreicht werden soll. Zumindest im Bereich fakultätsübergreifender Angebote für Schlüsselqualifikationen erwarten wir eine verbindliche Vergabe von ECTS Punkten.

Eine spezielle Gewichtung ist nicht vorgegeben. Wir erwarten konkrete Konzepte, die den Bedürfnissen und Gegebenheiten der jeweiligen Hochschule angepasst sind und eine innovative und nachhaltige Implementierung der Vermittlung von Medienkompetenz und journalistischen Kompetenzen vorsieht.

Was die Darstellung des Vorhabens und des geplanten Konzepts betrifft, haben wir keine konkreten Zeichenvorgaben/-limits. Wichtig ist, dass aus der Darstellung eine nachhaltige Implementierung der Themenbereiche sichtbar wird und der Konzeption auch eine nachvollziehbare und konkrete Planung zugrunde liegt. Aus Sicht der Nachhaltigkeit legen wir Wert auf eine strukturelle Verankerung innerhalb der Hochschule. In der Bekanntmachung sind die Rahmenbedingungen unter "3. Angaben und Anforderungen für eine Antragstellung" aufgeführt. Um eine Entwicklung darlegen zu können, ist es notwendig, eine Beschreibung der derzeit vorhandenen Maßnahmen bzw. Angebote zur Medienkompetenzvermittlung an Studierende sowie der derzeit vorhandenen Technik bzw. der technischen Einrichtungen zur Durchführung von Praxisworkshops etc. beizufügen.

Kontakt

Thomas Rathgeb
Landesanstalt für Kommunikation
Leiter Abteilung Medienkompetenz, Jugendschutz und Forschung
Tel.: 0711 66991-52
E-Mail: t.rathgeb(at)lfk.de

Dipl.-Journ. Tina König
Landesanstalt für Kommunikation
Aus- und Fortbildung, Medienkompetenz
Tel.: 0711 66991-54
E-Mail: t.koenig(at)lfk.de

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