Pressemitteilung • 03.05.2021

Internationaler Tag der Pressefreiheit

Freier und verlässlicher Journalismus ist unabdingbar für gesellschaftliche Meinungsbildung

Person macht sich Notizen auf einem Block

Eine aktuell veröffentlichte Rangliste der NGO „Reporter ohne Grenzen“ dokumentiert eine weltweite Verschlechterung der Pressefreiheit. Erstmals wird auch die Lage in Deutschland nur noch mit „zufriedenstellend“ bewertet. Die LFK engagiert sich für eine freie Berichterstattung durch professionelle, gut ausgebildete Journalistinnen und Journalisten und nimmt den heutigen internationalen Tag der Pressefreiheit zum Anlass, die Relevanz von Qualitätsjournalismus für die öffentliche Meinungsbildung hervorzuheben.

Zuverlässige Nachrichtenquellen in den Vordergrund rücken

Die Gesellschaft steht vor der Herausforderung, mit dem vermehrten Auftreten von Desinformation den richtigen Umgang zu finden. Der neue Medienstaatsvertrag sieht auch vor diesem Hintergrund vor, dass mediale Angebote mit besonders hoher gesellschaftlicher Relevanz, sogenannte Public-Value-Inhalte, auf Medienplattformen und Benutzeroberflächen (beispielsweise von Smart-TVs) zukünftig leichter auffindbar sein müssen. „Damit Angebote mit einem besonderen Wert für die Meinungs- und Angebotsvielfalt auch bei den Menschen ankommen, müssen sie auf den für die jeweilige Zielgruppe relevanten Plattformen auffindbar sein“, erklärte LFK-Präsident Dr. Wolfgang Kreißig am Rande einer digitalen Veranstaltung zum Thema Public Value.

Wichtiger Beitrag für die öffentliche Meinungsbildung

Verlässliche und vielfältige journalistisch aufbereitete Informationen sind laut Dr. Wolfgang Kreißig für die öffentliche Meinungsbildung von zentraler Bedeutung: „Differenzierte Berichterstattung, unterschiedliche Perspektiven und pointierte Meinungen sind nicht immer bequem, aber essentiell für die Meinungsbildung. Demokratien leben von der Debatte, vom kritischen Diskurs und davon, die Meinungen anderer auszuhalten.“ Voraussetzung dafür sei aber, dass dabei die geltenden journalistischen Sorgfaltspflichten beachtet werden. Deshalb unterstützt die LFK den journalistischen Nachwuchs im Land und fördert beispielsweise die Volontärsausbildung im privaten Hörfunk. Zum anderen unternimmt die LFK gezielte Schritte zur Eindämmung von Falschinformationen und informiert die junge Zielgruppe mit ihrem Jugendportal Handysektor über zuverlässige Nachrichtenquellen.

Auch baden-württembergische Radio- und TV-Veranstalter engagieren sich diese Woche im Rahmen der Schülermedientage 2021, indem sie Schülerinnen und Schüler in zahlreichen Workshops über die Bedeutung von Recherchearbeit und qualitativ hochwertigem Journalismus informieren.

Die LFK ist die Medienanstalt für Baden-Württemberg. Sie lizenziert und beaufsichtigt den privaten Rundfunk, weist Übertragungskapazitäten zu und entwickelt und fördert eine vielfältige Medienlandschaft. Sie ist außerdem zuständig für den Jugendmedienschutz und die Vermittlung von Medienkompetenz. Hierzu engagiert sie sich in zahlreichen Projekten im Land und bietet Aus- und Fortbildungsmaßnahmen an.

Kontakt

Eva-Maria Sommer
Landesanstalt für Kommunikation
Pressesprecherin, Leiterin Stabsstelle für Strategie und Kommunikation
Tel.: 0711 66991-12
E-Mail: e.sommer(at)lfk.de